von Lützow Korps 1926 D`dorf - Oberbilk
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Festheft 2015

Ausgaben und Frauen im Verein!

Eigentlich wollte ich den Großteil unseres Berichtes dem Begriff Marketenderin widmen, doch wie sagt man so schön, manchmal kommt alles anderes als man denkt. Naja, bei den Frauen bin ich dann aber doch zum Teil irgendwie hängen geblieben. Im Regiment ist es ja bald soweit, die Satzung wird angepasst und Frauen könnten dann Aktiv eintreten, wenn sie die Hürde des einzelnen Vereins überstehen. Der eine oder andere denkt bestimmt, Frauen im Verein, dass geht ja mal gar nicht oder Sätze wenn Frauen eintreten dann trete ich aus, lassen mir die Haare zu Berge stehen. Viele Vereine haben doch schon festgestellt, dass es ohne Frauen im Hintergrund gar nicht mehr funktioniert. Doch warum nur im Hintergrund arbeiten, wenn es auch im Vordergrund geht. Hier geht es doch nicht nur um zusätzliche Beiträge für den Verein oder das Regiment, sondern um aktive Hilfe und Unterstützung unser Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Mitgliederschwung ist da auch ein Thema was man nicht vergessen sollte. Abgesehen davon wird unsere Satzung im Regiment auch deshalb angepasst, weil Sie in die Jahre gekommen ist und nicht mehr mit den Gesetzen der heutigen Zeit übereinstimmt. Schaut euch doch mal um, der Altersschnitt wird immer höher und von Nachwuchs ist nur wenig in Sicht. Einige Vereine gibt es doch nur noch auf dem Papier, so sieht es wenigstens für mich aus. Allein wenn man den Bereich Kosten im Verein mal betrachtet, dann kann der Beitrag durch die Mitgliedschaft von Frauen, da bestimmt etwas Luft verschaffen. Vielleicht sogar mehr Mitglieder bringen, denn nicht jede Frau hat auch automatisch ein Anhängsel Mann in ihrem Leben. Tja, die Ausgaben im Verein steigen und steigen und das Ende ist nicht in Sicht. Am Beispiel Einnahme durch Beiträge kommt man doch schon das eine oder andere Mal an Hürden, die schwierig zu überwinden sind. Welcher Verein kann schon zum Jahresabschluss sagen, 100 % der Beiträge vorhanden. Überall werden Unterstützer gesucht, damit man das Vereinsleben überhaupt noch aufrechterhalten kann. Toll ist es natürlich, wenn man in den eigenen Reihen spendenfreudige Mitglieder hat, doch bei den meisten sieht das ganz anders. Jeder einzelne ist doch heute schon froh, wenn er Arbeit hat und seine Rechnungen bezahlen kann. Tja und wenn dann der Alptraum einmal beginnt, Arbeit weg (warum auch immer), Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden, spätestens dann trifft es auch immer den Verein und die Mitgliedschaft. Glaubt mir, der schon im verdienten Ruhestand ist, der ist auch froh, dass ihn diese Angst des Arbeitsverlustes nicht mehr trifft. Doch jetzt zurück zum Verein. Was kann der Verein nun tun? Mitglied einfach gehen lassen oder versuchen ihm zu helfen? Soll er eine harte Linie fahren? Kein Beitrag und weg mit dem Mitglied? Wer so denkt, hat das Vereinsleben in einer Gemeinschaft nicht verstanden. Klar gibt es Grenzen, je kleiner der Verein umso schwieriger wird es, aber auch solche Menschen aufzufangen. Natürlich kann ich nur über unseren Verein sprechen, aber jeder der bei uns mal Aktiv oder Passiv war, kann es bestätigen. Hier gibt es für fast alles eine Lösung, gleich ob es bei Arbeitslosigkeit, Scheidung, Uniformkauf, Kirmes, Spießtour oder Beiträge war, wir haben es hingekriegt. So wie viele andere Vereine natürlich auch. Nein, wir sind keine Bank die Kredite vergibt, sondern ein Verein der Hilfe anbietet und wenn nötig unterstützt. Doch helfen kann man immer nur, wenn man miteinander spricht. So haben wir es geschafft, dass Mitglieder nicht immer gleich austreten, wenn mal ein finanzielles Problem auftritt. Das kann eine Lösung sein, muss es natürlich nicht. Doch wir waren eigentlich beim Thema Frauen im Verein. Sollen wir uns damit weiter aktiv verstärken oder nicht? Wir sagen ja. Werden Probleme auftreten? Wir finden, nur im Kopf des einzelnen. Einige Abläufe werden sich ändern, na und? Im Leben verändern sich so viele Dinge, warum nicht auch im Verein. Was früher gut war, muss es heute nicht mehr sein. Tradition heißt nicht Asche zu bewahren, sondern eine Kerze am Brennen halten. Die Vereine sind nicht über Nacht kleiner geworden, dass war auch nicht schleichend, nein wir alle haben es gesehen, aber keiner wollte es wirklich wahr haben. Und Du möchtest nicht, dass eine Frau König wird? Na, da gibt es doch eine tolle Lösung, du musst die Platte vorher runterschießen. Ach, einen Posten soll Sie auch nicht haben? Auch dafür gibt es eine Lösung, Du übernimmst einen Posten und für die anderen suchst Du dir weitere Mitglieder die das dann machen. Doch überlege, nicht nur Männer können einen Verein führen oder Arbeit darin leisten, sondern auch Frauen. Vor allem sind es die meisten schon gewohnt, denn sie führen schon einen Verein den man Familie nennt. Da gibt es auch Regelwerke, verschiedene Meinungen und Abläufe die sich andauernd ändern. Terminplanungen sind für Sie doch nur noch Nebensache. Mir wäre eine Frau in jedem Posten lieber, die sich einbringt und Aktiv am Vereinsleben teilnimmt, als jemand der seinen Job nur halbherzig macht. Nein, ich möchte niemanden persönlich oder seine Arbeit im Verein beurteilen, sondern nur anregen auch den Blick für das Ganze nicht zu verlieren. Wenn es die kleineren Vereine nicht mehr schaffen zu überleben, mit wem wollt ihr denn dann einen Schützenumzug machen? Also, warum nicht die Chance mit der Aufnahme von Frauen in der Gesellschaft nutzen. Nicht alle davon wollen Musik machen oder dem Reitsport nachgehen. Wir Lützower sind froh, dass wir unsere Frauen haben (die meisten doch auch). Denn wir haben schon 2 Frauen die Aktiv bei uns dabei sind. Deshalb sagen wir Danke an Doris Wengiel und Helga Smithers, dass ihr uns in unserem Vereinsleben so unterstützt. Doch vergessen wir nicht unsere Frauen im Hintergrund.

Kirmes 2014 - Roswitha Bagemühl, Monika Windfuhr, Melanie Schwarzer, Petra van den Heuvel, Manuela Lehmkemper, Anita Lehmkemper, Daniela Bielert, Gertrud Schleiermacher, Gabi Baß, Siggi Hagen, Sonja Woock, Jutta Ruso, Doris Wengiel, Helga Smithers und ein paar waren leider beim Fototermin verhindert. Danke möchten wir auch allen Passiven, Förderern und Unterstützern sagen, die uns das letzte Jahr so tatkräftig unterstützt haben. Nur durch euch konnten wir im Verein Dinge umsetzen. Leider sind es nicht immer nur gute Nachrichten die ein Verein mitteilen kann, auch der Tod von Mitgliedern zeigt uns, dass die Zeit auf unserer Erde begrenzt ist.

Im Gedenken an unser passives Mitglied Hans Windfuhr, der am 19.03.2015 verstorben ist.

Der Tod kann uns von dem Menschen trennen,

der zu uns gehörte,

aber er kann uns nicht das nehmen,

was uns mit ihm verbindet.

Der Schießsport ist bei uns ein wichtiger Bestandteil im Verein und diese folgenden Schützen haben, im wahrsten Sinne, den Vogel abgeschossen.

Damenvogel

  • Kopf                          Melanie Schwarzer
  • Rechter Flügel           Siggi Hagen
  • Linker Flügel             Julia van den Heuvel
  • Schwanz                    Helga Smithers
  • Klotz                         Sonja Woock
  • Platte                        Helga Smithers

Passivenvogel

  • Kopf                          Daniela Bielert
  • Rechter Flügel           Roswitha Bagemühl
  • Linker Flügel              Michael Schmitz
  • Schwanz                    Jutta Ruso
  • Klotz                          Karin Bielert
  • Platte                        Julia van den Heuvel

Königsvogel

  • Kopf                            Wolfgang Schwarzer
  • Rechter Flügel             Peter Hagen
  • Linker Flügel               Thomas Fischer
  • Schwanz                      Sascha Stoll
  • Klotz                           Manfred Wevelsiep
  • Platte                          René van den Heuvel

Kaiser-Pokal            

  • Klaus Böttcher

Des Weiteren sollte erwähnt werden, dass unsere Frauen im KK-Schießen den 1. Platz errungen haben und auch in der Einzelwertung waren Sie stark. 5 von Ihnen waren auf den ersten 10 Plätzen. Super gemacht Mädels und Danke an unseren Manni Staudt, dass Du uns immer dein KK-Gewehr zur Verfügung stellst. Einige Pfänder konnten auf der Kirmes runter geholt werden. Das war beim Preisvogel der linke Flügel von Ralf Kühnen, der Kopf Manfred Wevelsiep und die Platte holte sich Michael Schröger. Beim Ehrenvogel schoss Klaus Böttcher den rechten Flügel runter und Manfred Wevelsiep schnappte sich wieder den Kopf. Nun genug der Worte, wir wünschen Euch und uns ein fröhliches und gemütliches Schützenfest.

Euer

von Lützow Korps 1926

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© René van den Heuvel